Bilder erstellen mit KI: Tools und Einstieg
Gaby Perfahl, Consultant für digitales Pharma-Marketing, erklärt im Interview, welche KI-Tools für Bilder und Videos funktionieren, wie die Prompt-Pyramide funktioniert und wie Einsteiger am besten starten.
Gaby Perfahl macht Marketing-Teams fit, damit sie KI im Marketing sicher einsetzen können, um besser, schneller und unabhängiger von Agenturen zu sein. Sie hat 25 Jahre Pharma-Marketing-Erfahrung und hat dabei ihre eigene Agentur aufgebaut, die sie später an ein internationales Netzwerk verkauft hat. Seitdem arbeitet sie als Consultant für digitales Pharma-Marketing.
Sie besitzt ein Harvard-Zertifikat „AI Essentials for Business” und ist TÜV-zertifizierte KI-Trainerin. Mehr über ihre Arbeit unter www.pharma-performance.de.
Was machst du in deinem Business mit KI und seit wann?
Es fing damit an, dass ich KI für meine eigenen Projekte genutzt habe.
Kollegen fragten: „Was machst du da?” Kunden fragten: „Kannst du uns das zeigen?”
Meine Begeisterung und die Erfolge von Kunden und Kollegen waren ansteckend. Um mein Wissen auf eine bessere Basis zu stellen, habe ich die TÜV-Ausbildung zur KI-Trainerin gemacht. Die Ausbildung war Basic und sehr tool-lastig, aber ein wichtiger Ausgangspunkt. Das strategische KI-Verständnis habe ich anschließend in einem Online-Programm der Harvard Business School zum Thema AI First vertieft.
2025 habe ich die AI Excellence Masterclass in Pharmamarketing für Marketing-Teams in der Pharmaindustrie und Kliniken entwickelt: 12 Wochen, Ziel 30 Prozent Agenturkosten sparen. Beim letzten Projekt waren es 67 Prozent.
Was war dein entscheidender Moment, zu sagen: “Ich setze auf KI für mein Business und kann meinen Kunden dadurch gezielt Mehrwert bieten”?
Ich probiere gerne Dinge selbst aus, wenn sie sinnvoll wirken, und im Marketing ist der Nutzen von KI sehr klar und schnell realisierbar.
- Am 26.12.2023 habe ich meinen ChatGPT-Account eröffnet.
- Am 27.12.2023 folgte Midjourney.
- Im April 2024 habe ich meinen ersten KI-Workshop in einer PR-Agentur gegeben.
- Im Juni 2024 habe ich die Ausbildung zur KI-Trainerin begonnen.
Trotzdem hatte ich damals das Gefühl, viel zu spät dran zu sein. Heute weiß ich: Das war völliger Quatsch.
Mit welchen Tools und Modellen arbeitest du im Augenblick am liebsten?
Für Bilder nutze ich drei Tools, je nach Aufgabe:
- Midjourney, wenn ich künstlerische, stilisierte Bilder brauche. Stark bei Stimmungen und Ästhetik.
- Nano Banana (über Freepik), wenn ich konsistente Charaktere brauche, dieselbe Person in verschiedenen Szenen. Das war lange ein Problem, Nano Banana hat es gelöst.
- Freepik Spaces und Weavy für schnelle Variationen und Experimente.
Für Videos wird die Liste noch länger: VEO3, HeyGen, Kling.ai, FAL.ai.
Für Texte und Konzepte: Claude, Gemini, Langdock und meine speziellen CustomGPTs in ChatGPT.
Was sind deine Tipps, um sich ein Bild mit einem der GPT-Chats generieren zu lassen? Wie starte ich am besten?
Drei Wege.
- Du hast ein Bild im Kopf, zum Beispiel „Hamster auf dem Fahrrad”? Dann nutze die Prompt-Pyramide. Es gibt auch einen CustomGPT, der dir hilft, Bild-Prompts richtig aufzusetzen: Bild-KI Kontext Promptbot.
- Du hast ein Bild vorliegen und möchtest ein ähnliches oder eine Serie erstellen. Bild in die KI hochladen, Prompt erstellen lassen und Prompt ändern, das nennt man Reverse Engineering. Nur Vorsicht wegen der Bildrechte. Auch hier kannst du den Bild-KI Kontext Promptbot nutzen.
- Du hast kein Bild im Kopf? Dann geh in die Explore-Section von Midjourney. Scroll. Lass dich inspirieren.
Wie siehst du die Entwicklung der KI-Landschaft? Ende letzten Jahres hat sich ja sehr viel getan, gerade im Bereich Bildgenerierung. Siehst du noch Verbesserungspotenzial, oder müssen die Anwender einfach besser werden?
Was mich begeistert: Nano Banana hat konsistente Charaktere gelöst, endlich, und immer bessere Bilder ohne Fotoshooting.
Der Trend: Immer leistungsfähigere Bildmodelle in Details und in hohem Promptverständnis und -treue. Im Profi-Bereich geht es Richtung note-basierte Workflows und automatisierte Content-Produktion.
Meilenstein bei den Rechten: der Deal zwischen OpenAI und Disney.
Was noch nicht funktioniert: Textdarstellung in Bildern.
Was würdest du noch gerne den Leserinnen und Lesern mitteilen?
Kostenfrei gibt es zwei KI-Image-Guides von Gaby zum Einsatz von Kamera-Perspektiven und Lichtsetzung:
Vielen Dank an Gaby Perfahl für die vielen spannenden Einblicke in ihre Arbeit mit KI.
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Häufige Fragen
Welche KI-Tools nutzt Gaby Perfahl für Bilder?
Für Bilder nutzt sie drei Tools je nach Aufgabe: Midjourney für künstlerische, stilisierte Bilder mit starker Stimmung und Ästhetik; Nano Banana (über Freepik) für konsistente Charaktere über verschiedene Szenen hinweg; sowie Freepik Spaces und Weavy für schnelle Variationen und Experimente.
Wie startet man am besten mit KI-Bildgenerierung?
Es gibt drei Wege: Hast du ein konkretes Bild im Kopf, nutze die Prompt-Pyramide oder einen darauf spezialisierten CustomGPT. Hast du bereits ein Bild vorliegen, kannst du per Reverse Engineering einen passenden Prompt daraus ableiten lassen (Bildrechte beachten). Hast du kein Bild im Kopf, lohnt sich Stöbern in der Explore-Section von Midjourney.
Was funktioniert bei aktuellen KI-Bildmodellen noch nicht?
Was noch nicht funktioniert, ist die Textdarstellung in Bildern.
Welche Tools nutzt Gaby Perfahl für Video und für Text?
Für Videos nutzt sie VEO3, HeyGen, Kling.ai und FAL.ai. Für Texte und Konzepte setzt sie auf Claude, Gemini, Langdock und eigene CustomGPTs in ChatGPT.